{"id":801,"date":"2021-09-07T21:59:55","date_gmt":"2021-09-07T19:59:55","guid":{"rendered":"https:\/\/lotte-bibliothek.org\/?p=801"},"modified":"2021-09-07T22:01:06","modified_gmt":"2021-09-07T20:01:06","slug":"rezension-nr-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lotte-bibliothek.org\/?p=801","title":{"rendered":"Rezension Nr. 14"},"content":{"rendered":"\n<p>Inna Barinberg; <strong>Mehr ist Mehr \u2013 Meine Erfahrungen mit Polyamorie<\/strong><br>edition assemblage \u2013 2020 \u2013 ISBN 978-3-96042-089-7\u00a0<br><br>Soeben fertig gelesen, vorgestern angefangen und verschlungen. Das Buch von Inna ist ein wunderbar einfach zu lesender Einstieg in das Thema Polyamorie. Dabei beleuchtet Inna als non- bin\u00e4re, queere Person unterschiedliche Aspekte der Polyamorie wie Abmachungen, Eifersucht, Kind, mental health und viele andere. Durch die knapp 140 Seiten bin ich f\u00f6rmlich geflogen. <br><br>Es liest sich fl\u00fcssig und ist ein sch\u00f6ner Einblick in ein Ph\u00e4nomen, das auch in linken Kreisen wenig praktisch gelebt wird. Es ist empowernd zu lesen, dass es bei anderen Menschen gut funktioniert und dabei Erfahrungen vermittelt zu bekommen, was in deren Fall gut und was weniger gut funktioniert hat. Das heisst nicht, dass es bei einer*m selbst dann auch so klappt. Aber es ist schon einmal ein Anhaltspunkt und eine Idee, was m\u00f6glich sein k\u00f6nnte. Am Ende muss jede*r f\u00fcr sich selbst entscheiden, was sich richtig anf\u00fchlt und was die Anspr\u00fcche an das eigene Beziehungsmodell sind.\u00a0<br><br>F\u00fcr mich als Person, die seit Jahren offene Beziehungsmodelle praktiziert, darin aber ein Shift stattfindet, war es eine grosse Hilfe, andere M\u00f6glichkeiten zu denken. Die eigenen Erfahrungen wiederzufinden und Wege aufgezeigt zu bekommen, wie mensch mit bestimmten Schwierigkeiten umgehen kann. Und doch denke ich, dass das Buch wohl auch gut ist f\u00fcr Menschen, die ein monogames Beziehungsmodell leben, sich einfach weiterbilden wollen oder an einer Ver\u00e4nderung interessiert sind. <br><br>Inna beantwortet die Fragen, die zun\u00e4chst auftauchen- wie geht es organisatorisch, wie kann ich mit meiner Eifersucht umgehen und was ist der Unterschied zwischen einer offenen Beziehung und polyamour\u00f6sen Beziehungen? <br>Es bleibt ein Erfahrungsbericht und recht an der Oberfl\u00e4che, sonst h\u00e4tte es nicht auf die 140 Seiten gepasst. Es ist jedoch ein wunderbarer Einblick in eine diverse Realit\u00e4t, der Spass und Lust macht, sich damit auseinanderzusetzen.<br>Danke Inna f\u00fcr dieses Buch, es hat mir gerade sehr geholfen meine derzeitige Situation mit ein bisschen Ruhe und weniger Aufregung zu betrachten. M\u00f6ge es auch anderen zu einer passenderen Beziehungsform helfen. Viel Spass beim Lesen!<br><br>***<br><br>Zuerst dachte ich, ok, wieder mal ein Buch \u00fcber Polyamorie. Wahrscheinlich will mir di*er Autor*in wieder mal weis machen, dass es gar nicht schwierig ist. Dass die Eifersucht unn\u00f6tig ist und \u00fcberwunden werden muss. Wahrscheinlich wieder mal ein Buch das beschreibt, wie einfach es ist, durch Polyamorie zum pers\u00f6nlichen \u201eand they lived happily ever after\u201c zu finden.<br><br>Doch Inna Barinbergs Buch \u201eMehr ist Mehr\u201c ist anders. Zuerst ein bisschen oberfl\u00e4chlich, erz\u00e4hlt Inna in sp\u00e4teren Kapiteln sehr offen und ehrlich von Innas eigenen Erfahrungen mit Polyamorie. Davon, dass es manchmal unglaublich schwierig ist. Und schmerzt. Und die Eifersucht einem manchmal auch nach Jahren noch umhauen kann. Und dass es trotzdem wundersch\u00f6n und bereichernd sein kann, mehrere Menschen gleichzeitig zu begehren und\/oder zu lieben.<br><br>\u201eMehr ist mehr\u201c ist mit knapp 140 Seiten kein dicker W\u00e4lzer und ist durch den pers\u00f6nlichen Erz\u00e4hlstil Innas einfach zu lesen. In den verschiedenen Kapitel beleuchtet das Buch unter anderem die Themen Kommunikation, Zeitmanagement, Eifersucht, Kinder bekommen im Polyk\u00fcl und psychische Gesundheit. \u201eMehr ist mehr\u201c gibt Einblicke in <em>ein<\/em> Polyk\u00fcl, ohne den Anspruch zu haben, die allgemeine Wahrheit \u00fcber Polyamorie zu vermitteln. Ein sehr lesenswertes Buch, sowohl f\u00fcr Menschen mit und ohne Polyamorie Erfahrung.<br><br>Mir hat das Buch sehr gut getan. Vor allem die undogmatische Art Innas und die Ehrlichkeit auch \u00fcber eigene Schwierigkeiten zu schreiben, habe ich sehr gesch\u00e4tzt. Ich empfand ich es als sehr positives Buch, das auch Mut macht, immer wieder in Auseinandersetzung zu gehen (auch und vor allem mit sich selbst).\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lotte-bibliothek.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Mehristmehr2-1024x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-804\" srcset=\"https:\/\/lotte-bibliothek.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Mehristmehr2-1024x1024.jpeg 1024w, https:\/\/lotte-bibliothek.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Mehristmehr2-300x300.jpeg 300w, https:\/\/lotte-bibliothek.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Mehristmehr2-150x150.jpeg 150w, https:\/\/lotte-bibliothek.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Mehristmehr2-768x768.jpeg 768w, https:\/\/lotte-bibliothek.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Mehristmehr2-100x100.jpeg 100w, https:\/\/lotte-bibliothek.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Mehristmehr2.jpeg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inna Barinberg; Mehr ist Mehr \u2013 Meine Erfahrungen mit Polyamorieedition assemblage \u2013 2020 \u2013 ISBN 978-3-96042-089-7\u00a0 Soeben fertig gelesen, vorgestern angefangen und verschlungen. Das Buch von Inna ist ein wunderbar einfach zu lesender Einstieg in das Thema Polyamorie. Dabei beleuchtet Inna als non- bin\u00e4re, queere Person unterschiedliche Aspekte der Polyamorie wie Abmachungen, Eifersucht, Kind, mental &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/lotte-bibliothek.org\/?p=801\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eRezension Nr. 14\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":802,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-801","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lotte-bibliothek.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/801","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lotte-bibliothek.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lotte-bibliothek.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lotte-bibliothek.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lotte-bibliothek.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=801"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/lotte-bibliothek.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/801\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":805,"href":"https:\/\/lotte-bibliothek.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/801\/revisions\/805"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lotte-bibliothek.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/802"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lotte-bibliothek.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lotte-bibliothek.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lotte-bibliothek.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}